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Herzensprojekte

     

Aktuell habe ich 2 Projekte, die mich zeitlich regelmäßig in Anspruch nehmen und die mir sehr am Herzen liegen. Sie haben beide mit Unterstützung und persönlichem Wachstum für alle Beteiligten - auch für mich - zu tun. 

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Um eins gleich vorweg zu nehmen: ich engagiere mich nicht aus altruistischen Motiven. Das könnte daran liegen, daß ich Altruismus, im Sinne der angenommenen Uneigennützigkeit, für eine Illusion halte. Ich glaube, daß Menschen - egal was sie tun - einen Zweck, eine Absicht verfolgen. Der Zweck, der Nutzen kann unbewußt sein und ist oft ganz unspektakulär. 

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Es geht um ein gutes Gefühl. Gebraucht werden, wichtig sein, etwas Beitragen zu wollen und Sinn sowie Selbstwirksamkeit erfahren.

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Auch der Liebe zum Menschen zu folgen und z.B. Zuwendung und Trost geben zu können, hinterlässt ein gutes Gefühl. Bei mir. Und vielen Anderen, die sich ehrenamtlich engagieren. Den eigenen Werten und Bedürfnissen auf diese Weise nachzugehen, kann sehr erfüllend sein. 

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Das macht ein solches Engagement in meinen Augen nicht weniger wertvoll. Es reduziert nur den Durchmesser des Heiligenscheins. ;-)

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Projekt Nr. 1 

Havening als Methode zur Stressreduktion 

mit weiblichen Häftlingen

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Dieses Projekt besteht seit Juni 2018. Zu dem Zeitpunkt startete ich einen Pilot in einer Justizvollzugsanstalt - mit offenem Ende. Ich wußte weder ob und wie die Gefangenen das Angebot aufnehmen würden, noch hatte ich irgendwelche Erfahrungen im Strafvollzug. 

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In Absprache mit Leitung und Fachkräften stellte ich meine Idee auf der Frauen-Abteilung vor. Mit dem Testballon zum Thema „Stressabbau mit Havening in der Gruppe“ etablierte sich ein Projekt unter besonderen Bedingungen. Und das sind sie wirklich, die Bedingungen. Besonders.

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Meine Überlegung war, daß die U-Haft extreme Stressfaktoren mit sich bringt. Unsicherheit, Orientierungslosigkeit, Haft-Schock und Gefühle von Ohnmacht und Ausgeliefertsein in erhöhtem Maße. Insbesondere für Frauen mit Kindern, deren Versorgung unklar ist. 

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Mit Havening als einer Methode im Werkzeugkoffer, die in der Regel schnelle Ergebnisse brachte, fühlte ich mich gut ausgerüstet.

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Seit dem arbeite ich dort wöchentlich mit Insassinnen, die sich in Untersuchungshaft befinden. Es gibt Tage, da kommt nur 1 Teilnehmerin. Im Maximum sind es 4-5 Personen. Mehr kommen selten. Und das ist in Ordnung für mich. Ich hatte noch nie das Gefühl, nichts tun zu können. Auch wenn nicht jeder Termin gleich erfolgreich verläuft und ich auch schon Konflikte schlichten helfen sollte. Was mir nicht besonders gut gelungen ist. Stühle sind immerhin nicht geflogen. Lag aber wohl eher am Gewicht. ;-)

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Was soll ich sagen: ich liebe mein Projekt! 

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Ich lerne viel. Ich gebe mein Bestes und bekomme viel zurück. Wirklich. Und manchmal komme ich auch todtraurig nach Hause. Lasse die Flügel hängen. Einfach ist dieses System nicht auszuhalten.

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Projekt Nr. 2 

Co-Coaching mit einer Gleichgesinnten nach den Prinzipien des Diamantschneiders

  

Co-Coaching ist ein Begriff, den ich erst seit kurzem kenne. Und es ist ein Projekt, das erst wenige Monate auf dem Buckel hat.

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Wie so oft in meinem Leben, gab ein Buch den Ausschlag. Über „Das Karma der Liebe“ kam ich zu „Der Diamantschneider: Die Weisheit des Diamanten. Buddhistische Prinzipien für beruflichen Erfolg und privates Glück“ - beide von Geshe Michael Roach. Ich wäre von alleine nicht drauf gekommen - der Titel…nun, ich hätte einfach nicht reagiert. 

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Zum Glück gibt es Freunde, die Empfehlungen aussprechen und Päckchen schicken mit guten Büchern drin. ;-)

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Wer wissen möchte, wie ein Mönch aussieht, der ein Unternehmen mit ins Leben gebracht hat, das millionenschwere Umsätze macht und mittlerweile von Warren Buffet gekauft wurde, der schaue diesen TED Talk an. Hier lernst Du Geshe Michael Roach etwas besser kennen, einen Mann, der über 20 Jahre im tibetischen Kloster verbracht hat:

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Dauer: 21:04 Minuten

Sprache: Englisch

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Durch dieses Buch bin ich auf ein 4-Schritte-System aufmerksam geworden, daß einen nicht-linearen Weg vorschlägt, um die Ziele zu erreichen, die ich für mein Leben als wesentlich erkannt habe. 

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Nicht-lineare Wege zu Deinen Lebenszielen 

Die 4 Schritte nach dem Diamantschneider-Prinzip:

 

  • 1. Formuliere in einem Satz, was Du willst.
  • 2. Finde eine Person, die dasselbe erreichen möchte, wie Du.
  • 3. Verabredet Euch für 1 Stunde/Woche in einem Café und unterstütze diese Person bei der Erreichung ihres Zieles.
  • 4. Kaffeemeditation: vergegenwärtige Dir jeden Abend vor dem Einschlafen, wie Du die Person unterstützt hast.

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Noch kann ich nicht genau sagen, wie das Ergebnis dieses Experiments sein wird. Eins ist jedoch schon klar: ich bin jetzt bereits um einiges weiter als zu Beginn der Anwendung dieser Prinzipien. 

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Ich verpflichte mich wöchentlich bestimmte, klar umrissene Schritte zu gehen. Und ich halte mich daran. Ich weiß, daß mein Co-Coach nachhakt. Und ich habe „mein Wort“ gegeben. Außerdem habe ich mir - bei nicht erfüllen meiner To Dos - eine Geldstrafe aufgebrummt. 

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Das alles zusammen wirkt. Es bringt mich dazu um 6h aufzustehen und laufen zu gehen. Diese Commitments lassen mich Mails schreiben und Anrufe tätigen, vor denen ich mich sonst ewig herumdrücke. 

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Vieles auf meiner Webseite wäre vermutlich noch nicht geschrieben worden, gäbe es unsere Diamantenschmiede nicht, wie wir es nennen. Und das finde ich wunderbar.

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Die - wie ich finde - fast schon alchimistisch anmutende Wirkung, die in dem Buch beschrieben wird, ist für mich noch nicht sichtbar geworden (Stand 25. August 2019). Aber ich mache weiter, weil es auch so schon wirksam genug ist. 

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Und Freude bringt. Und Motivation. Und Sinn.

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Meiner Diamantenschmiede-Partnerin gehts ähnlich. Also? Mehr davon!!

Geshe Michael Roch, buddhistischer Mönch, erfolgreicher Geschäftsmann - ein Widerspruch?
Coaching - einmal hin und wieder zurück - Team auf Zeit
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JVA I Havening im Gefängnis I Entspannung in Untersuchungshaft - ist das möglich

Der Diamantschneider

Die Weisheit des Diamanten

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Buddhistische Prinzipien für beruflichen Erfolg und privates Glück

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Geshe Michael Roach

Maren Becker

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